top of page

Das

Vorwort

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre

 

In der schweizerischen Medienwelt blieb es auch im letzten Jahr spannend und turbulent. Wir sahen Restrukturierungen bei grossen Verlagen, Stilllegungen von Print- und Online-Medien und weiter rückläufige Erlöse im Werbemarkt.

 

Wir sahen aber auch, dass Politik und Öffentlichkeit immer mehr erkennen, wie wichtig glaubwürdige und verlässliche Medien für den Kampf gegen Falschinformation, für den politischen Diskurs und letztlich für die Demokratie sind. Der Medien-Strukturbericht des Bundes und verschiedene Forschungsberichte unterstreichen die zentrale Bedeutung unabhängiger Medien für eine funktionierende Demokratie und eine informierte Öffentlichkeit. Als Folge davon hat das Parlament einem befristeten Ausbau der indirekten Presseförderung für die Tageszustellung und einer neuen befristeten Unterstützung der Frühzustellung von Regionalmedien zugestimmt. Ein Referendum gegen die beiden Unterstützungen kam nicht zustande.

 

In diesem anspruchsvollen Umfeld hat die Zürcher Oberland Medien AG in den letzten 12 Monaten wichtige strategische Weichen gestellt. Ein grosser Meilenstein war die Umstellung auf einen stärkeren Zeitungs-Mantelteil, den wir gemeinsam mit Keystone-SDA realisieren konnten. Diese Umstellung bringt uns tiefere Beschaffungskosten und stärkt gleichzeitig die publizistische Qualität. Damit verfügen wir über einen Zeitungs-Mantelteil, der unseren Leserinnen und Lesern einen vielfältigen und professionell produzierten nationalen und internationalen Überblick bietet und unsere weiter ausgebaute regionale Berichterstattung ideal ergänzt.

 

Ebenso bedeutend war der Wechsel der Zeitungsdruckerei, nachdem die TX Group die Schliessung ihrer Druckerei in Zürich angekündigt hatte. Es ist uns gelungen, mit der Somedia Partner AG (SOPAG) einen erfahrenen Druckpartner zu gewinnen und einen passenden Druckvertrag abzuschliessen, der uns für die nächsten Jahre nicht nur Produktionssicherheit, sondern auch eindrückliche wirtschaftliche Vorteile bringt.

 

Konsequent unserer Strategie folgend haben wir auch das letzte Jahr für die Stärkung unserer Inhalte aus der Region, über die Region und für die Region genutzt. Ganz im Sinne unseres Leitbilds «Die Zürcher Oberland Medien schaffen Identität, informieren und vernetzen die Region. Sie tragen aktiv zu einer unabhängigen Meinungsbildung bei». Wir haben uns über viel positives Feedback zu unseren vielen regionalen Inhalten gefreut.

 

Im digitalen Bereich haben wir mit ZO Online ein deutlich kundenfreundlicheres Nachrichtenportal geschaffen, und mit der Rückkehr zum Namen ZO Online haben wir unsere Markenwelt und Wiedererkennbarkeit gestärkt. Mit dem neuen Portal ZO Online konnten wir die Kosten für den Betrieb und den Unterhalt des Portals massiv senken. Mit ZO Online nehmen wir nun langsam Fahrt auf. Der Digitalbereich ist aber ein sehr schwieriges Pflaster.

 

In finanzieller Hinsicht sind wir auf Kurs. Im Mediengeschäft haben wir die Ergebnisse massiv gesteigert. Wir freuen uns, dass wir endlich wieder einen positiven EBITDA vorweisen können. Nach einem beängstigend schwachen ersten Quartal haben wir uns kontinuierlich verbessert und zum Ende des Jahres ein richtig starkes viertes Quartal hingelegt. Wir konnten den EBITDA um knapp Franken + 300’000 verbessern. Beim EBIT sind wir nur wenig an der anvisierten schwarzen Null vorbeigeschrammt.

 

Das grössere Minus auf Stufe Ergebnis Mediengeschäft ist die Folge einer im 3. Quartal aus Vorsichtsüberlegungen vorgenommenen Rückstellung für einen allfälligen Schadenfall, der ein mehrere Jahre zurückliegendes Ereignis betrifft. Wir stehen in einem Rechtsfall mit dem SECO, in welchem uns formale Fehler bei der Arbeitszeiterfassung während der Corona-Zeit angekreidet werden, was im schlechtesten Fall zu einer Rückzahlung der damals erhaltenen Kurzarbeitsentschädigung führen könnte. Offenbar sind wir da auch nicht die einzigen, die unter relativ formalistischen Kontrollen zu leiden haben. Damit wir im Fall einer vollständigen Rückzahlung der damals erhaltenen Kurzarbeitsentschädigung keinen Liquiditätsengpass bekommen, haben wir vorsichtshalber einen Teil der Arbeitgeberbeitragsreserve aufgelöst.

 

Die Liegenschaft entwickelt sich gut. Wir können eine fast komplette Vermietung der Wohnungen und Büroflächen und eine deutliche Reduktion der Anzahl offener baulicher Nachbesserungen vermelden.

 

Auch der Cash Flow macht wieder Freude. Beide Sparten, sowohl Medien wie auch Liegenschaft, erzielen einen positiven Cash Flow. Damit haben wir die an der GV mutig angekündigte und auch budgetierte 1 Million Cash Flow im Jahr 2025 erarbeiten können. Darauf dürfen wir stolz sein.

 

Die vielen grossen Projekte – neuer Mantelteil, neuer Druckpartner, neue Logistik, neues Onlineportal - waren nur möglich dank der engagierten Arbeit unserer motivierten Mitarbeitenden, der konstruktiven Zusammenarbeit mit unseren Partnern und dem Vertrauen von Ihnen, unserer Leserschaft und unseren Inserenten. Die erfolgreichen Projekte und die verbesserten Resultate zeigen, dass wir als Unternehmen aktiv und entschlossen handeln, wenn sich die Rahmenbedingungen verändern, und dass sich unsere Strategie mit dem Fokus auf regionale Inhalte und effiziente Prozesse auszahlt.

 

Im Namen des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung der Zürcher Oberland Medien danken wir allen Mitarbeitenden für ihren unermüdlichen und grossen Einsatz. Zudem geht ein grosser Dank an unsere Kunden, unsere Geschäftspartner und an unsere Kapitalgeber, die Aktionärinnen und Aktionäre, für ihr Vertrauen in die Zürcher Oberland Medien.

Dr. Karin Lenzlinger

Verwaltungsratspräsidentin

Ralph Brechlin

CEO

verwaltungsrat.JPG
Karin Lenzlinger

Dr. Karin Lenzlinger

Präsidentin, Uster

im Amt seit 2015, gewählt bis 2026

Ueli Eckstein

Ueli Eckstein

Vizepräsident, Bellinzona/Gnosca

im Amt seit 2013, gewählt bis 2027

Marcel Tappeiner

Marcel Tappeiner

Mitglied, Zürich

im Amt seit 2014, gewählt bis 2026

Theo Schaub

Theo Schaub

Mitglied, Zumikon

im Amt seit 2017, gewählt bis 2027

Sandro Walder

Sandro Walder

Mitglied, Uster

im Amt seit 2018, gewählt bis 2026

Stefan Lenz

Stefan Lenz

Mitglied, Wetzikon

im Amt seit 2019, gewählt bis 2027

Wichtige

Organe

Verwaltungsrat

Geschäftsleitung aktuell

Ralph Brechlin, CEO Zürcher Oberland Medien

Ralph Brechlin

CEO

Michael Kaspar, Chefredaktor und GL-Mitglied Zürcher Oberland Medien

Michael Kaspar

Chefredaktor

zo-zeitung-lesen2_edited.jpg

Ausblick auf das

Jahr 2026

Start ins 2026

Das erste Quartal 2026 hielt bereits einige Highlights für unser Unternehmen bereit: Die Umstellung auf einen neuen Zeitungs-Mantelteil, der Wechsel der Druckerei für alle unsere Printtitel und die Anpassung der gesamten Zeitungs-Logistik. Die wirtschaftlichen Vorteile dieser Projekte sind bereits im 1. Quartal 2026 spürbar. Die Abozahlen entwickeln sich leicht besser als erwartet, was unter anderem an den ehemaligen Tössthaler-Abonnenten liegt, die zahlreich zum «Zürcher Oberländer» gewechselt haben. Und auch die Inserate-Umsätze haben bis jetzt die Erwartungen erfüllt. Zudem konnten die angekündigten Einsparungen im Zusammenhang mit der Auslagerung der IT und dem Betrieb des neuen News-Portals ZO Online wie geplant realisiert werden. Auch organisatorisch und wirtschaftlich sind wir auf gutem Weg. Organisatorisch konzentrieren wir uns darauf, unsere Prozesse effizienter, sicherer und günstiger zu gestalten. Wirtschaftlich entwickeln wir inhaltliche und marktgerichtete Massnahmen, um neue Abonnentinnen und Abonnenten und Inserenten zu gewinnen. Wir schauen optimistisch nach vorne und freuen uns auf ein bestimmt ereignisreiches Jahr.

Regionale Berichterstattung 

20260227_Geschäftbericht_Titel.png

Auch in 2026 steht die vielfältige regionale Berichterstattung im Zentrum unserer Tätigkeiten. Das Finden, Erarbeiten und Verteilen von starken Geschichten und Inhalten aus dem Zürcher Oberland ist weiterhin unser Kerngeschäft. Wir berichten aus der Region, über die Region und für die Region. Das heisst: informieren, einordnen und verbinden. Wir haben die Redaktion weiter verstärkt und sind gut aufgestellt, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Gute Beispiele sind die bedeutungsgerechte Aufmachung der Regionalwirtschaft und des Regionalsports, die stärkere Präsenz im Bezirk Pfäffikon und die Integration der Tösstaler Themen in den «Zürcher Oberländer». Unsere Mitarbeitenden kennen das Zürcher Oberland und sind vertraut mit den lokalen Gegebenheiten, Freuden und Herausforderungen in unserem Gebiet. Die Nähe zu Land und Leuten schafft Vertrauen und Glaubwürdigkeit.

Ein neuer Mantelteil

20260227_Geschäftbericht_Mantel.png

Seit Jahresbeginn haben wir einen neuen Produzenten für die Mantelseiten in unseren Tageszeitungen «Zürcher Oberländer» und «Anzeiger von Uster». Keystone-SDA, die nationale Nachrichtenagentur, ist unser neuer Partner. Dieser Schritt ist das Ergebnis eines intensiven gemeinsamen Entwicklungsprozesses, in dem wir redaktionelle Schwerpunkte und Qualitätsansprüche klar definiert haben. Die Redaktion von Keystone‑SDA steht für verlässlichen und unabhängigen Journalismus aus der Schweiz und der Welt, und liefert uns vollständig produzierte Seiten für den zweiten Bund. Damit schaffen wir für unsere Leserinnen und Leser einen hochwertigen und informativen Mantelteil, der sich erfrischend von anderen Titeln unterscheidet. Die enge Zusammenarbeit mit dem Büro Zürich von Keystone‑SDA stellt sicher, dass überregionale Inhalte professionell geprüft und kuratiert sind und gleichzeitig Raum entsteht, unseren regionalen Fokus in 2026 weiter auszubauen.

ZO Online ist zurück

20260227_Geschäftbericht_ZO_Devices.png

Ab 2026 profitieren wir von der umfassenden Erneuerung unseres regionalen Newsportals ZO Online. Das neue Portal überzeugt mit einem zeitgemässen Design, gut strukturierter Nutzerführung, einer übersichtlichen Dreispaltenstruktur, besserer Lesbarkeit und einer schnellen und umfassenden regionalen Berichterstattung, wie zahlreiche positive Rückmeldungen unserer Nutzerinnen und Nutzer bestätigen. Gleichzeitig haben wir uns für die Rückkehr zum vertrauten Namen ZO Online entschieden – unsere traditionelle Marke, die seit Jahren für faktenbasierten und glaubwürdigen Journalismus im Oberland steht. Mit diesem Schritt stärken wir die digitale Präsenz unserer Medienmarke, welche den publizistischen Anspruch der Zürcher Oberland Medien zeitgemäss widerspiegelt. Auch im digitalen Bereich werden wir 2026 unseren regionalen Fokus mit dem Newsportal und den E-Papers weiter ausbauen.

Neue Chancen im Tösstal

20260227_Geschäftbericht_ZO_TT.png

Auf Anfang 2026 haben wir den «Tössthaler» als eigenständiges Printprodukt eingestellt. Der Entscheid fiel nach sorgfältiger Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung und der veränderten Mediennutzung. Gleichzeitig bleibt das Tösstal ein wichtiger Bestandteil unserer regionalen Berichterstattung. Die Nachrichten aus und über das Tal erscheinen weiterhin – nun gebündelt und redaktionell gestärkt – im «Zürcher Oberländer». Zahlreiche bisherige Abonnentinnen und Abonnenten des «Tössthalers» haben unser spannendes Angebot genutzt, den «ZO» jeweils dienstags und freitags zu beziehen, jene Ausgaben, in denen wir ausführlicher über Tösstaler Themen berichten. Die Integration der Tösstaler Inhalte sorgt für mehr publizistische Schlagkraft, sichert eine nachhaltige, qualitativ hochwertige Versorgung des Tösstals mit lokalem Journalismus und stärkt zudem unseren Haupttitel «Zürcher Oberländer».

bottom of page