Das
Vorwort
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre
Die schweizerische Medienwelt war im letzten Jahr aussergewöhnlich stark von negativen Meldungen geprägt: Stellenabbau bei grossen Verlagen, Stilllegung von diversen Regional- und Lokalmedien, rückläufige Erlöse im Werbemarkt.
Und mittendrin stehen wir, die Zürcher Oberland Medien AG. Auch an unserem Geschäft gehen die Herausforderungen der Branche nicht spurlos vorbei. Aber wir sehen die Herausforderungen auch als Vorteil. Das Druckzentrum Zürich, welches seit vielen Jahren unsere Zeitungen druckt, wird im Jahr 2026 geschlossen. Wir haben diese Mitteilung als Chance genutzt. Es ist uns gelungen, mit der Somedia Partner AG, Haag, einen sehr guten Druckvertrag abzuschliessen, welcher uns für die nächsten Jahre nicht nur Produktionssicherheit, sondern auch wirtschaftliche Vorteile bringt.
Auch aus der Politik gibt es positivere Nachrichten. Man anerkennt, wie wichtig unabhängige Medien sind für den Kampf gegen Fake News und Desinformation, für den politischen Diskurs und letztlich für die Demokratie. Ständerat und Nationalrat diskutieren einen befristeten Ausbau der indirekten Presseförderung für Regionalmedien. Die Idee ist, dass die Förderung der Tageszustellung um 10 Mio. Franken pro Jahr erhöht und die Förderung der Frühzustellung erstmals mit 25 Mio. Franken gefördert werden sollen. Der Antrag liegt im Differenzbereinigungsverfahren im Parlament und wird im Frühling wieder behandelt. Allerdings steht sie natürlich im Wettbewerb mit diversen wichtigen Positionen in den Bundesfinanzen.
Wir haben das letzte Jahr vor allem für zwei Schwerpunkte genutzt. Einerseits für die Stärkung unserer Inhalte aus der Region, über die Region und für die Region. Ganz im Sinne unseres Leitbilds «Die Zürcher Oberland Medien schaffen Identität, informieren und vernetzen die Region. Sie tragen aktiv zu einer unabhängigen Meinungsbildung bei». Das heisst: informieren, einordnen und verbinden. Wir haben zusammen mit der Politik und der Wirtschaft die politische und die gesellschaftliche Diskussion im Oberland aktiv mitgestaltet. Und wir freuen uns über das steigende positive Feedback zu unseren verstärkten regionalen Inhalten. Die neue Aufmachung der Regionalwirtschaft oder des Regionalsports sind nur einige Beispiele dazu. Und mit dem neuen Portal ZO Online, welches im Frühling 2025 starten wird, arbeiten wir auch im digitalen Bereich im Sinne unseres Leitbilds.
Andererseits haben wir uns auf die weitere finanzielle Gesundung fokussiert. Das strikte Kostenmanagement bei Sach- und Personalkosten, die modernisierte und neu ausgelagerte IT-Infrastruktur und damit vereinfachten Prozesse hatten grosse Einsparungen, gepaart mit mehr Sicherheit, zur Folge.
Summa summarum bleibt der Unternehmensgewinn auf gleicher Höhe, allerdings mussten wir im Jahr 2023 dafür eine gute halbe Million Franken aus der Schatulle der Arbeitgeberreserve bei der Pensionskasse entnehmen. Zudem haben wir in der Liegenschaftenrechnung hohe Rückstellungen vorgenommen, was sich in einem deutlich höheren Cashflow niederschlägt. Auf der Ebene des Ebitda, also des Mediengeschäfts vor den Abschreibungen, müssen wir praktisch keinen Verlust mehr ausweisen, und den Ebit konnten wir im Vergleich zum Vorjahr um 330'000 Franken verbessern. Darauf dürfen wir stolz sein. Zufrieden sind wir allerdings noch nicht, mussten wir aufgrund des höher als erwarteten Umsatzeinbruchs in der zweiten Jahreshälfte trotz aller Bemühungen und guten Aussichten in der ersten Jahreshälfte einen Ebit für das Mediengeschäft ohne Sondereffekte von –339’000 Franken ausweisen.
Im Namen des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung der Zürcher Oberland Medien danken wir allen Mitarbeitenden für ihren unermüdlichen und grossen Einsatz. Zudem geht ein grosser Dank an unsere Kunden, Geschäftspartner und vor allem an unsere Kapitalgeber, die Aktionärinnen und Aktionäre, für ihr Vertrauen in die Zürcher Oberland Medien.

Dr. Karin Lenzlinger
Verwaltungsratspräsidentin

Ralph Brechlin
CEO


Dr. Karin Lenzlinger
Präsidentin, Uster
im Amt seit 2015, gewählt bis 2026

Ueli Eckstein
Vizepräsident, Bellinzona/Gnosca
im Amt seit 2013, gewählt bis 2025

Marcel Tappeiner
Mitglied, Zürich
im Amt seit 2014, gewählt bis 2026

Theo Schaub
Mitglied, Zumikon
im Amt seit 2017, gewählt bis 2025

Sandro Walder
Mitglied, Uster
im Amt seit 2018, gewählt bis 2026

Stefan Lenz
Mitglied, Wetzikon
im Amt seit 2019, gewählt bis 2025
Wichtige
Organe
Verwaltungsrat
Geschäftsleitung aktuell

Ralph Brechlin
CEO

Michael Kaspar
Chefredaktor

Ausblick auf das
Jahr 2025
Start ins 2025

Das erste Quartal 2025 hielt einige Highlights für unser Unternehmen bereit. Die Unterzeichnung neuer und langfristiger Druck- und Logistikverträge, die Auslagerung unserer IT-Infrastruktur in die Cloud, die Entflechtung unserer Medienproduktionssysteme und die Lancierung des neuen Online-Portals «ZO Online», um nur einige zu nennen. Die Abos entwickeln sich leicht besser als erwartet, während die Inserate bis jetzt unter den Erwartungen zurückbleiben. Organisatorisch und wirtschaftlich sind wir auf gutem Weg.
Organisatorisch konzentrieren wir uns darauf, unsere Prozesse effizienter, sicherer und günstiger zu gestalten. Wirtschaftlich entwickeln wir inhaltliche und marktgerichtete Massnahmen, um neue Abonnenten und Inserenten zu gewinnen. Wir schauen weiterhin optimistisch nach vorne und freuen uns auf ein bestimmt ereignisreiches Jahr 2025.
Starke regionale Inhalte

Wir investieren weiter in unsere vielfältigen regionalen Inhalte. Wir verteilen unsere Geschichten und Informationen zum Zürcher Oberland über die gedruckten Zeitungen, über die E-Papers und über das Online-Portal «ZO Online», welches wir im Frühling 2025 lancieren. Wir berichten aus der Region, über die Region und für die Region. Das heisst: informieren, einordnen und verbinden. Im letzten Jahr haben wir die Redaktion entsprechend verstärkt und sind nun so aufgestellt, dass wir diesem Versprechen auch nachkommen können. Gute Beispiele sind die neue Aufmachung der Regionalwirtschaft oder des Regionalsports. Unsere Mitarbeitenden kennen das Zürcher Oberland, sind vertraut mit den lokalen Gegebenheiten, Freuden und Herausforderungen in unserem Gebiet. Die Nähe zu Land und Leuten schafft Vertrauen und Glaubwürdigkeit.
Ein neuer Druckpartner ab 2026

Das neue Jahr hat mit einem sehr bedeutenden Schritt für unser Unternehmen begonnen. Im Februar konnten wir mit der Somedia Partner AG in Haag im Rheintal einen ab 2026 aktiv werdenden Druckvertrag für den Druck unserer Zeitungen «Zürcher Oberländer»/«Anzeiger von Uster», «Glattaler» und «Regio» abschliessen. Unsere bisherige Druckerei, das Druckzentrum Zürich, wird den Betrieb im Laufe des Jahres 2026 einstellen. Der neue Druckvertrag bringt uns für die kommenden Jahre sowohl Produktionssicherheit als auch spürbare wirtschaftliche Vorteile. Zudem stellen wir mit diesem Vertrag sicher, dass wir unsere Printprodukte auch in den kommenden Jahren in der Schweiz drucken können. Damit ist auch die Basis für die Frühzustellung gesichert.
Presseförderung für Regionalmedien

Nachdem das überladene Medienpaket vor mehr als drei Jahren vom Stimmvolk abgelehnt worden war, hat sich die Politik des Themas wieder angenommen. Und das ist gut so. Es braucht unabhängige Regionalmedien im Zeitalter von Fake News und Desinformation. Der Ständerat und der Nationalrat haben einem befristeten Ausbau der indirekten Presseförderung für Regionalmedien zugestimmt. Die Förderung der Tageszustellung soll um 10 Millionen Franken pro Jahr erhöht werden, die Förderung der Frühzustellung soll erstmals mit 25 Millionen Franken unterstützt werden. Noch aber ist das Differenzbereinigungsverfahren im Parlament nicht über die Bühne gegangen. Das Geschäft wird im Frühling weiter behandelt. Für unser Unternehmen ist eine solche Förderung enorm wichtig. Sie ermöglicht, die Mittel in unsere Inhalte und in die digitale Transformation zu investieren.
ZO Haus

Das ZO Haus hat den Büroräumlichkeiten der Zürcher Oberland Medien AG ein neues, zeitgemässes Gesicht gegeben. Wir haben eine moderne Arbeitswelt geschaffen, welche stark von der Digitalisierung, von Agilität und von Flexibilität geprägt ist. Damit unterstützen wir die neuen Arbeitsformen mit flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice und fördern gleichzeitig die Bedürfnisse der Mitarbeitenden nach Gemeinschaft und Austausch. Nicht nur kommunikativ, sondern auch baulich wurde ein Maximum an Interaktion zwischen Medienschaffenden und der Öffentlichkeit ermöglicht. Das ZO Haus ist nicht nur zur Heimat, sondern auch zu einem sehr soliden Standbein der Zürcher Oberland Medien AG geworden.


